Amadinda und Gábor Presser in Budapest

Eine Redensart besagt, dass das kommende Jahr stets besser wird als das scheidende. Über das Jahr 2012 kursieren bereits seit zwei, drei Jahren tausende von sensationellen Spekulationen. Eine davon basiert auf dem Maya Kalender, der für Anfang 2012 das Ende der Welt vorhersagt. Dies ist bisher nicht eingetroffen und wird es wohl auch nicht, womit der Maya Kalender aber offensichtlich nicht ganz falsch lag, ist der Wandel und das Ende vieler Ansichten, die wir über die Realität und deren Struktur einst vertraten. Wie der Kapitalismus die Kontrolle über seine Netzwerke verlor und von den Vereinigten Staaten bis Europa und zurück mit den Investitionen tausender Menschen Misswirtschaft betrieben wurde, wie Politiker die Arbeitsrechte vieler Menschen missbrauchten und uns all dies in eine globale Krise stürzte.

amadinda gabor budapest

Der Begriff „Krise“ ist heutzutage in der globalen Sprache einer der meist genannten. Dies ist auf Google oder in den sozialen Netzwerken zu erkennen. Ganz unauffällig haben die sozialen Netzwerke bewirkt, dass sich ein grundlegendes wirtschaftliches Problem in einer Überproduktion von Text und Informationen entlädt und diese Krise somit noch weiter anfacht. Das bedeutet allerdings nicht, dass man sich dem wahren Problem verschließt und ihm den Rücken kehrt, es geht vielmehr darum, zu verstehen, dass der Kern des Problems auf unsere Sprache zurückfällt, weshalb wir uns auch anderen Dingen gegenüber aufgeschlossen zeigen sollten, wie zum Beispiel der Musik, der Kunst oder dem Reisen, sofern möglich. Es gibt durchaus ganz erschwingliche Alternativen, um Probleme zu zerstreuen, ohne dabei viel Geld ausgeben zu müssen.

Die Feiern zum Jahresabschluss sind für gewöhnlich auf der ganzen Welt ein Moment der Exzesse. Man glaubt vielleicht, dass man mit einem ordentlichen Rausch und Tanz ein bedrückendes Jahr zurücklassen müsste, in dem vielleicht nicht alle Wünsche erfüllt wurden. Aber eine Party bleibt eine Party und kann im Grunde an jedem beliebigen Tag gefeiert werden. Die beste Art und Weise, das Jahr 2011 zu verabschieden, besteht möglicherweise darin, der Musik zu lauschen und darauf zu achten, was sie uns zu sagen hat, welche neuen Möglichkeiten sie uns bieten kann und was wir davon für uns persönlich mitnehmen können. Sich zu betrinken und zu tanzen ist ganz einfach, aber schönen Melodien zu lauschen, kann uns viel mehr geben.

Deshalb bietet das Konzert von Amadinda und Gábor Presser am 31. Dezember eine ausgezeichnete Möglichkeit, einmal Abstand zu nehmen von all dem Partylärm und sich auf eine andere musikalische Ebene zu begeben. Amadinda ist eine Perkussion Band, wie es sie nie zuvor gegeben hat. Ihre Karriere starteten sie 1984 in Budapest und präsentieren seitdem moderne ungarische Musikkompositionen in verschiedenen Formaten, von traditionell bis minimal. Gábor Presser ist ein experimenteller Musiker, der in der klassischen Musik zu Hause ist und elektronische Kompositionen aus klassischen und modernen Stücken kreiert. Dieses Konzert wird einmal mehr unter Beweis stellen, dass die Grenzen zwischen dem Traditionellen und der Improvisation sehr schmal sind und beides durchaus Hand in Hand vor einem so bedeutenden Hintergrund wie dem Palace of Arts in Budapest bestehen kann.

Dies wird zweifelsohne eine außergewöhnliche Nacht mit dem Besten, was die moderne Musik Ungarns zu bieten hat. Sehr zu empfehlen für alle Anhänger der internationalen und experimentellen modernen Musik. Für mehr Informationen besuchen Sie folgende Website: http://mupa.hu/en/

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Jule Only-apartments TranslatorÜbersetzt: Jule
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This entry was posted on Wednesday, December 28th, 2011 at 9:10 am and is filed under Budapest. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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