Rihanna in Budapest
Vielleicht liegt es daran, dass es unter den strahlenden großen Stars von heute wohl kaum mehr als einen oder zwei Namen gibt, die sich mit Rihanna messen können – die am 8. Dezember in der Sportarena von Budapest auftreten wird (http://en.budapestarena.hu/html/) –, dass ihre Konzerte stets das Interesse, die Leidenschaft und sogar regelrechte Besessenheit bei einem außergewöhnlich bunten Publikum wecken, wie man auch daran sehen kann, dass sich selbst CocoRosie, die ja offensichtlich aus einer ganz anderen musikalischen Richtung stammen, als Fans von Rihanna bekannt haben.

Im Jahre 2003 ließ der Musikproduzent Evan Rogers die karibische Sängerin bei einem Casting auf Barbados vorsingen und war bereits bei ihrem Erscheinen so sehr von der noch nicht einmal achtzehnjährigen Rihanna begeistert, dass all die anderen Kandidatinnen praktisch irrelevant wurden. Als ob er alleine durch ihre Präsenz unfähig gewesen wäre, sich auf irgendjemand anderen zu konzentrieren, sobald sie das Hotelzimmer betrat, wo das Casting stattfand. Jedem, der Rihanna schon einmal getroffen hat, wird es nicht schwer fallen, dies nachzuvollziehen.
Neben ihrer faszinierenden Fähigkeit, ihr Aussehen ständig und ohne jede Angst vor Risiken zu verändern (nicht um sonst hat sie selbst bei mehr als einer Gelegenheit Madonna als ihr großes Vorbild genannt und es als ihr Ziel erklärt, die „schwarze Madonna“ zu werden) besteht der wahre Schlüssel ihres Erfolges womöglich genau in der unwiderstehlichen Ladung Energie, welche puren Sexappeal von einer solch aufregenden und rasenden Üppigkeit (alles was eine wahre Sexgöttin ausmacht) mit den Zügen einer delikaten und unangezweifelten Schönheit verbindet, die wieder einmal den ethnischen Purismus in die Schranken verweist und die Wahrheit über die Vorzüge und ästhetische Privilegien der rassigen Schönheit unterstreicht (ihre Mutter stammt aus Guyana während ihr Vater irische und barbadische Wurzeln hat), ganz zu schweigen von ihrem unangezweifelten Gesangstalent, mit dem sie auf verführerische Weise modernen R&B mit Dance-Hall, Hip-Hop, Reggae und der karibischen Musik verbindet.
Ihr Erfolg auf jeder Linie hat sie in weniger als sechs Jahren unter anderem an die sechste Position der meist gegoogelten Menschen der Welt katapultiert und ihr ihre eigene Wachsfigur in Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett beschert. Darüber hinaus verkaufte sie weltweit fast 30 Millionen Alben und mehr als 100 Millionen Singles und war die erste Frau, die in Großbritannien fünf Jahre hintereinander fünf Nummer-eins-Hits landete, wo sie zum Teil auch aufgrund der Polemik, die durch ihren aufrührerischen Song „S&M“ und das dazugehörige äußerst umstrittene Video ausgelöst wurde, mit ihrer Platte „Loud“ (2010) alle Verkaufsrekorde brach (mehr als zehn Millionen Alben gingen über den Ladentisch).
Vielleicht sind ihre Konzerte gerade wegen ihrer übernatürlichen und unvergleichlichen Präsenz zumindest heutzutage eher eine frenetische Abfolge von spektakulären Szenen, die manch einer mit dem willkürlichen Zappen durch verschiedene Popvideokanäle verglichen hat, als das Ergebnis eines gezielten Konzeptes. Und vielleicht wird genau dies in der heutigen Zeit gewünscht. Wenn Sie appartments in Budapest mieten, lassen Sie sich dieses Konzert nicht entgehen.
Übersetzt: Jule
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December 2nd, 2011 at 10:27 am
Wie verrückt wär's nach #Budapest zu reisen um das @rihanna #Konzert am 8. Dez . Am Ende entscheidest du: http://t.co/0qIlzWsk