“The Freedom of Sound. John Cage behind the Iron Curtain”. In Budapest
Seit dem 23. November und noch bis zum 17. Februar kommenden Jahres zeigt das Museum Ludwig – Museum für Zeitgenössische Kunst Budapest die Ausstellung “Freedom of Sound. John Cage behind the Iron Curtain“

John Cage war ohne Zweifel einer der einflussreichsten Komponisten des vergangenen Jahrhunderts. Aber ihn einfach nur als genialen Musiker darzustellen greift bei weitem nicht weit genug für diesen besonderen Nordamerikaner.
Wirft man einen Blick auf den Lebenslauf von John Cage, kann man sagen, dass er eine der Pioniere in der Welt der Kunst war. In vielem talentiert ist er als Vater der elektronischen Musik bekannt geworden. Er experimentierte mit Rhythmen, mit musikalischen Strukturen und mit Instrumenten. Er hatte großen Einfluss auf eine Bewegung, die unter dem Namen aleatorische Musik bekannt ist. Er war bei jeder seiner kontroversen Arbeiten ein Revolutionär. Diese Qualität war es, die ihm eine große Anzahl von Anhängern einbrachte. Cage wirkt auf mehr als eine ganze Generation von Komponisten und Künstlern. Der Moderne Tanz würd nicht so existieren wie wir ihn heute kennen, ohne seiner Zusammenarbeit mit J.C und Merce Cunningham.
Auch bei der visuellen Kunst des ausklingenden 20. Jahrhunderts spielte er eine Rolle. Zudem war er auch innovativ bei der Nutzung von Materialien mit denen er seine Werke umsetzte. Schaum, Steine, Baumwolle oder auch Feuer wurden von Cage benutzt, um einige seiner bekanntesten Werke zu schaffen.
Er machte sich an die Produktion eines Filmes, der an die Phänomene des aleatorischen “one” anknüpft. Er konnte ihn nicht mehr auf der großen Leinwand sehen, da er vor Beendigung des Filmes verstarb.
John Cage gilt außerdem als Philosoph und Schriftsteller. Seine dichte Bibliografie ist mit einem weiten Spektrum an Büchern, Aufsätzen und Artikeln gefüllt.
Er war ohne Zweifel eine der einflussreichsten Personen der Nachkriegs – Avantgarde. Sein Licht strahlte auch auf die Komponisten Osteuropas aus. Er wurde auf zahlreiche Konferenzen und Veranstaltungen in den Hauptstädten dieser Länder eingeladen.
Diese Ausstellung widmet sich in einer Hommage an dieses Genie des 20. Jahrhunderts in den Ländern hinter dem Eisernen Vorhang. Es gab verschiedene Zusammenarbeiten mit Cage mit dem Museum Ludwig Budapest zu dieser Zeit.
Für 2 Monate sind auf der zweiten Etage des Museum Ludwig in Budapest Schriften, Dokumente, Kunstwerke, visuelles Archivmaterial und natürlich Töne von John Cage zu erleben, ebenso wie Arbeiten von Künstlern die er beeinflusste. Parallel dazu werden Gesprächsrunden angeboten, ebenso wie Dokumentarfilme oder Kolloquien. Eine tolle Gelegenheit diese großartige Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts mit der neuen Generation bekannt zu machen.
Das Museum bietet Führungen, so dass man auch nichts verpasst. Man kann Eintrittskarten auch über das Internet über die offizielle Webseite des Museum bekommen. Die Preise liegen bei 5 €.
Ungarn ist ein wirklich schönes Land und seine Hauptstadt Budapest hat alle Zutaten, um den Besucher zufrieden zu stellen: Kultur, Freizeitangebote, Geschichte und viele zauberhaften Ecken an denen man sich Stundenlang aufhalten kann.
Um die “Perle der Donau” zu besichtigen, empfehlen wir ihnen, ein Ferienwohnung in Budapest . Es gibt viele Wohnungen, in denen man ein paar Tage in der Stadt verbringen kann. Man braucht kein Hotel, um sich auf Reisen wie zu Hause zu fühlen. Wenn sie es noch nicht probiert haben, sollten sie das jetzt tun.
Bónusz – das Electronic Music Festival in Budapest
Die Wirkung von elektronischer Musik lässt sich wohl kaum mit der anderer Musikstils vergleichen. Wenn sich auch alles um sich wiederholende Rhythmen und Lieder dreht, um konstante Mischungen von Takten, Gesang und Interpretationen, so bringt das Eintauchen in die elektronischen Musik doch einen sehr viel intensiveren Rausch der Sinne mit sich als vielleicht jedes andere Genre. Abgesehen vom ständigen Drogenkonsum auf Festivals, Raves oder Underground Partys hat die Musik an sich einen sehr viel stärkeren Einfluss, belebt die Phantasie, das Verlangen und den Körper auf Partys, die in manchen Momenten geradezu rituell anheimeln, sozusagen moderne technologische Rituale. Das Interesse an den ersten Formen der elektronischen Musik ging von der Untersuchung elektrischer Systeme in stromerzeugenden Apparaten von vor mehr als 50 Jahren aus. Mit dem Eintritt der Elektronik in unser tagtägliches Leben als eine Ware mit einer Vielzahl von Varianten und Möglichkeiten des Konsums ging auch der Fortschritt der Technologien einher und es entstanden neue Möglichkeiten, Effekte per Computer zu kreieren.

Hierbei spielte wohl auch der Verfechter der psychedelischen Drogen, Timothy Leary, eine wichtige Rolle, der in seinen Vorträgen über LSD und seine Auswirkungen auf den Körper, der an sich schon eine elektronische Maschinerie darstellt, behauptete, dass der Konsum von Drogen die Grenzen unseres Geistes und auch unseres Körper erweitern würde, indem die elektrischen Impulse, die wir in uns tragen, auf neue Ebenen der Phantasie und der Realität gehoben würden, entgegen einer Weiterentwicklung, die durch die Stimulierungen des LSD gesteuert wird. Die Inspiration, die Leary auf die deutsche Musikgemeinde und Urheber des so genannten Krautrock – und die Elektro-Paten Kraftwerk – ausüben sollte, war grundlegend für das Verständnis der mentalen und sensorischen Erweiterung durch elektronische Effekte und Apparate: den Synthesizern.
Den Werdegang von Kraftwerk hier zu resümieren ist sicherlich nicht nötig, allerdings sollte daran erinnert werden, dass die Effekte der elektronischen Klänge sich ebenfalls mit den verschiedenen Werkzeugen und Apparaten verändert haben, die in der heutigen Generation der elektronischen Musik und ihrer Reproduktion verwendet werden. Von diesem Gesichtspunkt aus sind die Elektro-Festivals eine Art Pilgerevents einer Subkultur, die ohne es zu wissen schon so sehr in das System integriert ist, dass man ihr nur noch sehr wenig anzubieten hätte, ohne dass sie es als Gefälle hin zum „Mainstream“ verstehen würde. Wie wir wissen, ist die Institution der „Festivals“ überall präsent und trägt unter anderem dazu bei, die musikalische Aktualität sowie die daraus entstehenden Massen und Reaktionen besser zu verstehen. Wir sind heutzutage so eng mit Computern verbunden, dass es völlig abwegig erscheint, auch nur daran zu denken, sich von der elektronischen Musik und ihrer Möglichkeiten abzuwenden. Wir kommen der Zukunft Schritt für Schritt näher, die wie in dem Film Blade Runner die Entfaltung der Vorlieben für die Elektronik und künstliches Leben impliziert. Vielleicht ist ja die Musik der Weg, der uns in eine Zukunft führt, die bereits begonnen hat, auch gegen unseren Willen, von unseren eigenen Sinnen ausgehend. Kommen Sie nach Budapest und erleben Sie elektronische Musik auf dem besten Festival seiner Art in diesem Jahr. Für mehr Informationen besuchen Sie folgende Website: http://www.bonuszfesztival.hu/2011/
Alexa Ray
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Übersetzt: Jule
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