Opus Magnum. das Werk der NATALIA LL

Bis zum 18. März zeigt das Ernst Museum in Budapest das Werk “Opus Magnum” der polnischen Künstlerin NATALI LL. Mit dieser Retrospektive wird hier eine Hommage an die Konzeptkünstlerin veranstaltet, die über 40 Jahre in der feministischen und politisch engagierten Kunst arbeitet und ein wichtiges Werk schaffte, zu dem Malereien, Zeichnungen, Performances, Fotografien, Videos und Installationen zählen.

opus magnum budapest

NATALIA LL ist eine der bekanntesten Avantgardekünstlerinnen Polens, die durch ihre experimentelle Kunst und das Theoretisieren in verschiedenen Texten wirkte und was sie zu einer der Pioniere in vielerlei Hinsicht in Bezug auf Kunst gemacht hat, auf dahingehend, dass die Werke schuf, in der sie ihren eigenen Körper benutzte.

Lach Lachowicz, der bürgerliche Name NATALIA LL, wurde 1937 in Zywiec/Polen geboren. Sie studierte von 1857-1963 an der Kunsthochschule in Wroclaw. Zu Beginn der 70er Jahre war sie Teil des Kunstkollektives „Permafo“, zusammen mit den Künstlern Zbigniew Dluback, Antoni Dzieduszycki und Lachowicz Andrzej,, mit dem sie eine Kunstgalerie für zeitgenössische Avantgardekunst gründete.

In den 70ern, vor dem Hintergrund der feministischen Ideologie schloss sie sich der internationalen Feminismusbewegung an und wurde innerhalb kurzer Zeit eine schillernde Persönlichkeit der feministischen Kunstszene Polens und setzte in diesem Zusammenhang Ausstellungen um. Ebenso regte sie das Nachdenken über die Rolle der Frau in der Gesellschaft und ihre Repräsentationen mit Hilfe von Performances an.

Ende der 60er, beeinflusst durch die Literatur von Marquis de Sade und Geroges Bataille, widmete sie sich ausführlich der erotischen Fotografie und realisierte hier drei grundlegende Arbeiten: „Intimspähre“, „Terror der Haare“ und „Intime Fotografie“. Mit diesen Werken forderte die vorherrschende Moral heraus.

Zu Beginn der 70er hinterfragte sie die Rolle des Bildes in der Gesellschaft und entwickelte eine Serie fotografischer Arbeiten die unter dem Titel “Die Kunst des Konsumenten” liefen. Hier untersuchte sie das Signifikante des Konsumwandels und brachte es in der Serie „Post Art“ unter, in der es um die fotografische Repräsentation von Bildern geht, die in der Fotografie selbst nicht umzusetzen sind. Hier gibt es mehrere Werke, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen unter ihnen ist der „Künstliche Zyklus“.

Ende der 70er entdeckte sie das Potential des Videos für sich und obwohl es keine billige Technik und für einen Nichtprofessionellen schwer zu handhaben war, realisierte sie die Werke „Zeit der Registrierung“ und „Erinnerungen“.

Die 80er Jahre waren schwer in Polen. Sie unterstützte mit aller Kraft die Solidarnoscbewegung, die versuchte die Produktion in großen Teilen des Landes zu stoppen, um Gesetzesänderungen durchzudrücken und zusammen mit diesen eine ethische Umorientierung der Gesellschaft zu begründen. Das führte NATALIA LL  dazu, sich mit philosphischen und religiösen Themen auseinanderzusetzen. In diesem Zeitraum begann ein der Arbeitsprozess in dem die ihren eigenen Körper einsetze und ihn in Arbeiten wie „Angst und Panik“ zu dekonstruieren.

In den 90ern nach dem Fall des real existierenden Sozialismus und der Öffnung der Diskussion über den „Ursprung des Bösen“ realisierte sie interessante Werke wie „Panikraum“ und verschiedene andere Werke.

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Porno und Feminismus

Vor Kurzem haben wir über Pornografie und ihren Einfluß auf unsere Gesellschaft, insbesondere aus einer feministischen Perspektive, gesprochen. Das Fazit? Pornografie allein ermuntert nicht unbedingt frauenfeindliche oder antisoziale Einstellung, aber kann kann einen negativen Effekt auf unsere sexuelle Ausdrucksweise haben, indem wir uns an virtuelles und sofortiges Vergnügen gewöhnen und es der Intimität des wahren Lebens vorziehen.

Feministischer Porno

Die Sex-positive feministische Bewegung entstand in der 80ern und ist gegen die feministische anti-porno Haltung von Aktivisten wie Catherine MacKinnon und stattdessen fördern sie eine offenere Sexualität. Anstatt Pornografie zu verbieten, wollen sie die Entwicklung einer Sexualität frei von patriarchischen Hinderungen fördern. Das Ziel ist absolute sexuelle Freiheit ohne legale oder soziale Beschränkungen und das Streben nach wahrem Vergnügen von Frau und Mann. Das Manifesto stützt die weibliche Sexualität und die Freiheit Pornografie zu nutzen, um ihre Sexualität auszudrücken ohne die Angst davor als eine anti-feministische Puppe im patrirchischen System gesehen zu werden.

Eine der berühmtesten Pornodarstellerinnen, Annabel Chong, deren denkwürdiger Gangband-Film ihre Ruhm verschaffte auf eine Art zugunsten der sex-positiven feministischen Bewegung. Für sie war mit vielen Männern gleichzeitig zu schlafen ein Weg sexuelle Freiheit als Frau wieder zu erlangen. Auf diese Art wollte die Schauspielerin auf die Doppelmoral aufmerksam machen, welche sexuell freie Frauen als „leicht zu haben“ darstellten, während Männer für ihren unersättlichen Appetit auf Sex und Erfolg auf die Schulter geklopft bekommen.

Während ein Großteil des Internetporno einen sehr sexistischen Blickwinkel auf Frauen gibt, heisst das nicht, dass alle Pornos als anti-feministisch abgestempelt werden sollten. Letzten Mai wurde bei den Feminist Porn Awards in Toronto, Kanada der Preis für den besten feministischen Porno vergeben, ein eher ironischer Preise. Drei wichtige Auswahlkriterien für den Wettbewerb waren: 1.) Der Porno musste auf dem Management-Level, Produktion und Drehbuch von Frauen stammen, 2.) Filme mussten 100% weibliches Vergnügen zeigen und letztlich 3.) Filme mussten ein frisches, innovatives Bild von Sex darstellen, welches sich von typischen Stereotypen in der Pornografie löste.Warum keine Spritztour in einer europäischen Porno-Hochburg. Mietet Appartments in Budapest und sucht nach alternativen Erotikfilmen.