Porno und Feminismus

Vor Kurzem haben wir über Pornografie und ihren Einfluß auf unsere Gesellschaft, insbesondere aus einer feministischen Perspektive, gesprochen. Das Fazit? Pornografie allein ermuntert nicht unbedingt frauenfeindliche oder antisoziale Einstellung, aber kann kann einen negativen Effekt auf unsere sexuelle Ausdrucksweise haben, indem wir uns an virtuelles und sofortiges Vergnügen gewöhnen und es der Intimität des wahren Lebens vorziehen.

Feministischer Porno

Die Sex-positive feministische Bewegung entstand in der 80ern und ist gegen die feministische anti-porno Haltung von Aktivisten wie Catherine MacKinnon und stattdessen fördern sie eine offenere Sexualität. Anstatt Pornografie zu verbieten, wollen sie die Entwicklung einer Sexualität frei von patriarchischen Hinderungen fördern. Das Ziel ist absolute sexuelle Freiheit ohne legale oder soziale Beschränkungen und das Streben nach wahrem Vergnügen von Frau und Mann. Das Manifesto stützt die weibliche Sexualität und die Freiheit Pornografie zu nutzen, um ihre Sexualität auszudrücken ohne die Angst davor als eine anti-feministische Puppe im patrirchischen System gesehen zu werden.

Eine der berühmtesten Pornodarstellerinnen, Annabel Chong, deren denkwürdiger Gangband-Film ihre Ruhm verschaffte auf eine Art zugunsten der sex-positiven feministischen Bewegung. Für sie war mit vielen Männern gleichzeitig zu schlafen ein Weg sexuelle Freiheit als Frau wieder zu erlangen. Auf diese Art wollte die Schauspielerin auf die Doppelmoral aufmerksam machen, welche sexuell freie Frauen als „leicht zu haben“ darstellten, während Männer für ihren unersättlichen Appetit auf Sex und Erfolg auf die Schulter geklopft bekommen.

Während ein Großteil des Internetporno einen sehr sexistischen Blickwinkel auf Frauen gibt, heisst das nicht, dass alle Pornos als anti-feministisch abgestempelt werden sollten. Letzten Mai wurde bei den Feminist Porn Awards in Toronto, Kanada der Preis für den besten feministischen Porno vergeben, ein eher ironischer Preise. Drei wichtige Auswahlkriterien für den Wettbewerb waren: 1.) Der Porno musste auf dem Management-Level, Produktion und Drehbuch von Frauen stammen, 2.) Filme mussten 100% weibliches Vergnügen zeigen und letztlich 3.) Filme mussten ein frisches, innovatives Bild von Sex darstellen, welches sich von typischen Stereotypen in der Pornografie löste.Warum keine Spritztour in einer europäischen Porno-Hochburg. Mietet Appartments in Budapest und sucht nach alternativen Erotikfilmen.