Das Haus des Terrors in Budapest

Das Budapester “Haus des Terrors” befindet sich im ehemaligen Hauptquartier der Geheimpolizei, sowohl des Naziregimes wie auch der Kommunisten während der sowjetischen Besetzung. Das Gebäude in der Andrássy Avenue 60 ist schwer zu übersehen, denn es trägt das Wort “Terror” in groβen Buchstaben in einem schwarzen Passepartout auf dem Dach.

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Ungarn aliierte sich mit Hitler um seine jüdische Bevölkerung zu retten, wurde aber bald darauf, in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, durch die nationalsozialistischen Pfeilkreuzler eingenommen. Die Mitglieder der Pfeilkreuzler töteten Juden in den Straβen und warfen sie in die kalte, durch Budapest flieβende, Donau. Als die Kommunisten die Macht in Ungarn übernehmen, wurde das Gebäude abermals als Hauptquartier für deren Geheimpolizei (AVO) benutzt und auch dafür, Personen die als Staatsfeinde verdächtigt wurden zu terrorisieren, zu verhaften, zu foltern und zu exekutieren.

Das Museum erzählt die Geschichte der zweifachen Besetzung durch die Deutschen und die Sowjets über fünf schreckliche Jahrzehnte und die der Gräueltaten, des Leids und Verlustes, den so viele erleben mussten. Obwohl ein Besuch im Museum eine düstere Art und Weise ist, den Morgen oder Nachmittag zu verbringen, ist es auf deiner Reise nach Budapest auf jeden Fall einen Besuch wert.

Wenn du das über drei Stockwerke gehende Atrium des Museums betritts, stehst du vor einem Panzer der Sowjets, der bedrohlich und erdrückend in dem geschlossenen Raum aufgebaut ist. Die Wände sind bedeckt mit schwarzweiβen Porträts aller Opfer, die in diesem Gebäude in den 50 Jahre der Besetzung starben. Jeder Raum ist thematisch organisiert und man beginnt mit der Phase vor der ersten Besetzung, als alles noch normal war. Diese wird gefolgt von den zwei separaten Perioden der Besetzung, in denen die geschehenen Verbrechen und Gräueltaten, nicht nur in der Andrássy Avenue, sondern im ganzen Land beschrieben werden. Die Räume verwenden audiovisuelle Displays, Auszüge aus Fernsehsendungen, Radioprogrammen, Photos, Propaganda-Poster und Interviews mit überlebenden Personen oder Familien. Mit einer von drei betroffenen Familien über den Zeitraum von 50 Jahren gibt es eine unzählige Anzahl an Geschichten und das Museum zeigt einige von ihnen.

Ein Groβteil der Ausstellungsinformation ist auf Ungarisch, doch die Filme haben englische Untertitel und jeder Raum bietet auβerdem ein Informationsblatt auf Englisch zum mitnehmen. Die letzte Sektion des Museums beginnt, indem du einen Aufzug zu dem ehemaligen Gefängis im Keller betrittst. Der Aufzug fährt langsam herab, während ein Wärter in einem Video den Prozess der Exekution erklärt. In den 1950er Jahren war der Keller dieses Gebäudes Zeuge der entsetzlichen Folter an Gefangenen. Heute und seit dem Ende der Besetzung durch die Sowjets sind die Zellen leer und funktionieren als abschreckende Erinnerung an das, was einmal in ihnen geschah.

Die letzten Räume könnten nicht gegensätzlicher sein, einer von ihnen zeigt die festliche Atmosphäre und die Aufregung des Jahres 1991 als die Sowjets abzogen. Der letzte Raum, durch den du die Ausstellung auch verlässt, hat eine finstere Atmosphäre. Die Wände des Raumes sind ausgestattet mit den Namen und Photos der “Helfershelfer”, Unterstützer der Pfeilkreuzler wie auch lokale kommunistische Unterstützer der AVO, viele von ihnen leben noch und wurden nie verurteilt. Das Haus des Terrors ist unerlässlich für alle, die sich nicht nur für die Geschichte des ungarischen Freiheitskampfes, sondern auch für die Geschichte ganz Osteuropas interessieren.

Für mehr Information http://www.terrorhaza.hu/en/index_2.html Das Museum befindet sich in der Andrássy Avenue 60, 1062 Budapest. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 2000 HUF

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„Unmistakable sentences“ Ludwig Museum in Budapest

Wenn ihr euren Urlaub in Budapest verbringt, dürft ihr nicht vergessen in dem größten Zentrum für zeitgenössische Kunst, dem Ludwig Museum, vorbeizuschauen, wo gerade die Ausstellung „Unmistakable sentences“ gezeigt wird – eine Ausstellung, die die Sammlung des Museums aus dem Blickwinkel der Beziehung zwischen Kunst und Politik zeigt.

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„Unmistakable Sentences“ wird bis zum 14. August eröffnet sein. Hier werden Kunstwerke im Rahmen der konfliktreichen Beziehung zwischen Politik und Ästhetik gezeigt. Das Thema ist sehr weitläufig, da es von konkreten Fällen bis hin zu abstrakten Reflexionen über soziale Utopien reicht, so wie die Stellung, die das kulturelle Bewusstsein und die Rolle des Künstlers in einem politischen Diskurs einnehmen.

Die Beziehung zwischen Kunst und Politik ist in Ungarn auch deshalb radikal, weil im vorangegangen Regime eine strenge Zensur herrschte, die den Rahmen für die künstlerische Produktion eng absteckte, was die Rezeption der Werke jener Zeit auf bedeutsame Weise beeinflusste.

Es ist jedenfalls klar, dass die Produktion nicht unabhängig von der internationalen Kunstszene war: viel Werke entstanden aus einem Dialog mit der  zeitgenössischen Kunstwelt im Ausland, manchmal explizit, oder als Gegensatz zu ihr. Ein wichtiges Beispiel hierfür ist als die Abstrakte Kunst während des 2. Weltkrieges als propagandistisches Medium im Osten ausgenutzt wurde – was auch in Ungarn mit dem Sozialistischen Realismus passierte, wo die Künstler jener Bewegung dazu forciert wurden, Stellung einzunehmen.

In „Unmistakable sentences“, wird dieses Thema aus verschiednen Perspektiven und mittels einiger wichtigen Werke der Sammlung des Museums beleuchtet, wobei auch viele neue Einkäufe gezeigt werden. Unter anderem werden zum ersten Mal ungarische Künstler wie Tamás Kaszás, Ádám Kokesch, István Csákan und Csaba Nemes gezeigt, so wie auch einige internationale Stars wie Harun Farocki, Simon Starlin, Zbigniew Libera, Mladen Stilinovic, Goran Trbuljak und Bálint Szombathy.

Diese interessante Ausstellung, die von Timár Katalin kuratiert wurde, stellt die Entscheidung dar, Werke nicht aufgrund historischer Kriterien auszustellen, sondern um mit neuen Ausstellungsformaten zu experimentieren.

 

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Wenn ihr appartments in Budapest mietet, dann solltest ihr diese fantastische Ausstellung im Ludwig Museum besuchen.

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Heloise Battista Only-apartments TranslatorÜbersetzt: Heloise Battista
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