Mladen Stilinović im Ludwig in Budapest
Vom 22. April bis zum 3. Juli präsentiert das Ludwigmuseum in Budapst eine Retrospektive über Mladen Stilinovic. Die Ausstellung zeigt Installationen, Collagen, Fotografien und Künstlerbücher der Neo-Avantgarde Ex-Yugoslaviens.

Mladen Stilinovic wurde 1947 in Zagreb geboren und war Direktor der Medija Proširenih Galerija (Galerie der Medien) in den 80ern, und Co-Gründer der Galerija Podroom, die bis zu Anfang der 80er eröffnet war.
Zwischen 1975 und 1980 gründete er die Gruppe der Sechs Autoren, die aus Konzeptkünstlern bestand, die eine Idee der Public Art durchsetzen und Installationen im öffentlichen Raum construyeren. Stilinovic machte Plakate mit simplen Materialien mit provokativen Aussagen, in denen Seine politische Kritik zum Ausdruck kam, die auch Fotografien, und Zeitungsausschnitte beinhaltete. Seine Arbeit wurde stark von den politischen Entwicklungen seines Landes beeinflusst, sie spiegelt den Schmerz der Dominierung und des Krieges wider. Seine einfachen Sprachspiele und die Dekonstruktion der Machtmechanismen trägt dazu bei, Seine politischen Ansicht der Welt zu präsentieren, in der es keine kreativen Grenzen gibt, wo die Träume den Konzeptenden Weg ebnen und die bestehenden Paradigmen unterwandern.
In diesem Sinne hat das Werk viele Kunsttheoretiker und Politikwissenschaftler beschäftigt, wie beispielsweise das Objekt aus rosa Stoff, auf dem der legendäre Spruch “An Artist Who Cannot Speak English is no Artist” steht. In ihm reklamiert Stilinovik die Ditktatur der englischen Sprache, die durch die Globalisierung durchgesetzt wurde.
Sein Interesse für die Poesie und dem Film haben seiner Arbeit einen Sequenzcharakter verliehen, wo jedes Bild ein Konzept hat, aber erst alle zusammen einen Sinn ergeben.
In seinem Text Elogie an die Faulheit kritisiert Stilinovic die politischen Systeme, die die Welt regieren und die Formen der Ausbeutung und Diskriminierung beibehalten haben, und der Faulheit keine Freiheit mehr geben. Er führt an, dass weder der Sozialismus noch der Kapitalismus das Recht auf Faulheit gewähren. Im kapitalistischen System wird nur wenigen das REcht auf Faulheit gewährt, nämlich denen, die die Mehrheit auszubeuten wissen, um Reichtzum zu produzieren. Schließlich ist für ihn die Faulheit die Mutter der Perfektion, ohne die es keine Kunst gibt.
Mehr Information: http://www.ludwigmuseum.hu/site.php?inc=kiallitas&kiallitasId=760&menuId=44
Nancy Guzman
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Übersetzt: Heloise Battista
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