Rammstein in Budapest
Die Geschichte des Elektro in Deutschland ist ebenfalls lang. Mann kann ihre einen Namen geben: Kraftwerk. In Düsseldorf unter dem Namen „Organisation“, der dann in Kraftwerk geändert wurde, gegründet, beginnt die Reise dieser Band mit dem Krautrock in seiner experimentellsten Ausprägung. Die Klänge sind süß bis abgespaced bis sie sich irgendwann in die „Menschmaschine“ wandelten, den Schöpfern des Techno vor dem Techno und all den Erfindungen, die die Elektronik in den folgenden Jahren prägen sollten. Es sit mehr als offensichtlich, dass Rammstein in der Schuld von Acts wie Throbbing Gristle oder Einstürzende Neubauten stehen. Aber im Fall dieser Bands – Vorläufern der Generation Punk, dem Industrial und dem Experementieren – versuchten sie beschädigte Ebenen zu beeinflussen, in dem sie sich auf der Bühne anders verhielten, die Instrumente auf unkonventionelle Weise benutzten, was mehr mit dem Aufbegehren einer Lifeperfomance als dem Rock zu tun hatte.

Was Rammstein nun macht, ist genaugenommen weder Metall noch Elektro, vielleicht eher so etwas wie Rap. Wie lässt sich eine Band definieren, die ohrenbetäubende Gitarren und Industrialsounds benutzt sowie schnelle Sprechsätze einbaut und eine Stimmlage in deutsch auswählt, die kurz vor dem Militärton steht. Sieht man Rammstein heutzutage, muss man bedenken, dass sie eine Band der 90er sind, der Generation von „Trainspotting“ und aus der Zeit in der im Mainstream zum ersten Mal eine ernsthafte Verbindung von Industrie und Independent Musik erfolgte, die natürlich nie erfolgreich sein konnte. Rammstein ist Teil der Bewegung „Neue deutsche Härte“, ein Terminus der für die neue Generation erfunden wurde und die auch mit anderen Bands wie Oomph!, Stahlhammer, Samsas Traum und Megaherz in Verbindung gebracht wird.
Heute erscheint Rammstein zur Parodie hin grenzwertig und in vielerlei Hinsicht lächerlich. Der Weg Rammsteins, den sie für die Industrial Musik beschritten haben und für ihren harten und industriellen Sound ist für diejenigen, die Musik von Labels wie Universal hören durchaus von Bedeutung. Sie haben Millionen von Platten verkauft und sie haben grandiose Konzerte veranstaltet, die von gewaltätigen, theatralischen Bildern geprägt waren, die mit starken Spezial Effekten versehen waren, so dass sich Lifeshows ergaben, die genauso spannend anzusehen waren und die klar machen, dass die Medien der Musikbranche damit fortfahren, falsche Götter zu erschaffen, falsche Bilder, dass sie Verkaufszahlen für Künstler generieren, die nicht unbedingt das Neuste oder Erfrischenste sind. Für mehr Informationen über Rammstein und ihre Tour finden sie auf ihrer Webseite: http://www.rammstein.de/
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Übersetzt: Mara Maroske
Bónusz – das Electronic Music Festival in Budapest
Die Wirkung von elektronischer Musik lässt sich wohl kaum mit der anderer Musikstils vergleichen. Wenn sich auch alles um sich wiederholende Rhythmen und Lieder dreht, um konstante Mischungen von Takten, Gesang und Interpretationen, so bringt das Eintauchen in die elektronischen Musik doch einen sehr viel intensiveren Rausch der Sinne mit sich als vielleicht jedes andere Genre. Abgesehen vom ständigen Drogenkonsum auf Festivals, Raves oder Underground Partys hat die Musik an sich einen sehr viel stärkeren Einfluss, belebt die Phantasie, das Verlangen und den Körper auf Partys, die in manchen Momenten geradezu rituell anheimeln, sozusagen moderne technologische Rituale. Das Interesse an den ersten Formen der elektronischen Musik ging von der Untersuchung elektrischer Systeme in stromerzeugenden Apparaten von vor mehr als 50 Jahren aus. Mit dem Eintritt der Elektronik in unser tagtägliches Leben als eine Ware mit einer Vielzahl von Varianten und Möglichkeiten des Konsums ging auch der Fortschritt der Technologien einher und es entstanden neue Möglichkeiten, Effekte per Computer zu kreieren.

Hierbei spielte wohl auch der Verfechter der psychedelischen Drogen, Timothy Leary, eine wichtige Rolle, der in seinen Vorträgen über LSD und seine Auswirkungen auf den Körper, der an sich schon eine elektronische Maschinerie darstellt, behauptete, dass der Konsum von Drogen die Grenzen unseres Geistes und auch unseres Körper erweitern würde, indem die elektrischen Impulse, die wir in uns tragen, auf neue Ebenen der Phantasie und der Realität gehoben würden, entgegen einer Weiterentwicklung, die durch die Stimulierungen des LSD gesteuert wird. Die Inspiration, die Leary auf die deutsche Musikgemeinde und Urheber des so genannten Krautrock – und die Elektro-Paten Kraftwerk – ausüben sollte, war grundlegend für das Verständnis der mentalen und sensorischen Erweiterung durch elektronische Effekte und Apparate: den Synthesizern.
Den Werdegang von Kraftwerk hier zu resümieren ist sicherlich nicht nötig, allerdings sollte daran erinnert werden, dass die Effekte der elektronischen Klänge sich ebenfalls mit den verschiedenen Werkzeugen und Apparaten verändert haben, die in der heutigen Generation der elektronischen Musik und ihrer Reproduktion verwendet werden. Von diesem Gesichtspunkt aus sind die Elektro-Festivals eine Art Pilgerevents einer Subkultur, die ohne es zu wissen schon so sehr in das System integriert ist, dass man ihr nur noch sehr wenig anzubieten hätte, ohne dass sie es als Gefälle hin zum „Mainstream“ verstehen würde. Wie wir wissen, ist die Institution der „Festivals“ überall präsent und trägt unter anderem dazu bei, die musikalische Aktualität sowie die daraus entstehenden Massen und Reaktionen besser zu verstehen. Wir sind heutzutage so eng mit Computern verbunden, dass es völlig abwegig erscheint, auch nur daran zu denken, sich von der elektronischen Musik und ihrer Möglichkeiten abzuwenden. Wir kommen der Zukunft Schritt für Schritt näher, die wie in dem Film Blade Runner die Entfaltung der Vorlieben für die Elektronik und künstliches Leben impliziert. Vielleicht ist ja die Musik der Weg, der uns in eine Zukunft führt, die bereits begonnen hat, auch gegen unseren Willen, von unseren eigenen Sinnen ausgehend. Kommen Sie nach Budapest und erleben Sie elektronische Musik auf dem besten Festival seiner Art in diesem Jahr. Für mehr Informationen besuchen Sie folgende Website: http://www.bonuszfesztival.hu/2011/
Alexa Ray
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Übersetzt: Jule
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