Site Inspection im Museum Ludwig in Budapest

Zum 20 jährigen Jubiläum der ersten ständigen Ausstellung im Museum Ludwig gibt es jetzt bis zum 23. Oktober „Site Inspección – The Museum on the Museum” zu sehen. Die Schau konzentriert sich auf die aktuelle Diskussion über das Museum und seinen Umgang mit der Kunst, den Künstlern und dem Publikum.

site <b>inspection</b> <b>museum</b> ludwig

Diese Ausstellung wurde von Katalin Székely zusammen mit dem kuratorischen Team des Museum inszeniert, wobei die großen Veränderungen ins Zentrum gestellt wurden, die der museale Ort in den vielen Jahren durchgemacht hat, wie auch die Kritik der Künstler, die den gesamten Prozess während des 20. und 21. Jahrhunderts begleiteten.

Diese ambivalente Verbindung der Künstler mit der Institution war konstant und beständig. Eine Verbindung mit Anziehungs- und Abstoßungskräften, in welcher der Künstler die Institution benötigt, gleichzeitig aber seine intensivsten Kritiken auf den sozialen Ort der Repräsentation richtet, was signifikant ist für das heutige Museum als Ort der Macht, grundlegendes Bindeglied zum Kunstmarkt und Einfluss nehmend auf Status und Wert des Werkes.

Die Ausstellung legt einen Schwerpunkt auf die die Neoavantgarde der 70er Jahre, sowohl im nationalen, wie auch internationalen Hinblick. Dieser gezielte Blick auf die Neoavantgarde kommt zustande, weil die institutionelle Kritik in einigen Medien als Vorläufer, für Orte der zeitgenössischen Reflexion über das Museum an sich, in Erwägung gezogen werden könnte.

Aber es sollte nicht voraus gegangenen Prozesse zur Kritik vergessen werden, wie die lebhaften Kritiken der Künstler klassischen Avantgarde. So bleibt Marcel Duchamp zu erwähnen, der einer der ersten war, der das Paradoxon der Kunst in ihrem Kontext aufdeckte, die Beziehung zwischen Museum, Künstler und Zuschauer.

Für die Konzeptkünstler der 60er und 70er war dies der entscheidende Dreh – und Angelpunkt. Das Werk ergibt in seinem Kontext Sinn und daher wandelten sich die Museen in unbewegliche, rigide Räume, in denen die Formen und Räume für jedes Kunstwerk festgelegt waren wobei sie von dem Entstehungsprozess und dem Betrachterverhältnis entfremdet wurden. Für die Avantgarde ist das Museum Teil des sozialen Räderwerks und es steht auch für Ideologien, die Repräsentation der Formen, der sozialen Verhältnisse und des Marktes zu dem sie gehören. Die Avantgarde wird durch ihre Kritik und Untersuchungen zum sozialen Raum und allem was dazu gehört geleitet.

Die interessante und komplexe Situation wird in den Filmen und Videos sehr gut reflektiert, die in dem Kinobereich der Ausstellung gezeigt werden und dabei auf Arbeiten von Künstlern wie Costa Gavras, Woody Allen, Alfred Hitchcock, Aleksandr Sokurov und vielen anderen zurückgreifen.

Die Künstler, die mit der institutionellen Kritik auf eine bewußte Art begannen und sie in ihren Werken, Projekten und Untersuchungen während der 60er und 70er Jahre aufgriffen, schufen nichtkommerzielle und unverkäufliche Stücke. Oft mit der Idee, ein ephemeres oder für die Logik des Marktes wertloses Projekt zu schaffen.

So können wir in dieser Ausstellung Arbeiten von Künstlern wie Marcel Duchamp, Andrea Fraserer, Halász Károly, NETRAF, Dalibor Martines, Alan Sekula, Hans Haacke oder Azorro Group, sehen.

Für mehr Informationen:

http://ludwigmuseum.hu/site.php?inc=kiallitas&kiallitasId=782&menuId=43

Nancy Guzman Only-apartments AuthorNancy Guzman

Wenn sie sich diesen Sommer dazu enschieden haben, an die Ufer des Donaus zu fahren und eine Erholungspause in appartments in Budapest einzulegen, verpassen sie nicht, dass beeindruckende Museum Ludwig zu besuchen und sich diese Ausstellung kritisch anzusehen, die die großen zeitgenössischen Künstelers des 20. Jahrhundert versammelt.

Kontaktieren Sie mich 

Mara Maroske Only-apartments TranslatorÜbersetzt: Mara Maroske