Lajos Tihanyi in Budapest
Die moderne ungarische Malerei von Lajos Tihanyi stieg zu Beginn des 20 Jahrhundert unaufhörlich in die Höhe. In jungem Alter von 18 Jahren war der Maler an den Folgen einer Meningitis taub geworden, genoss bis dahin aber eine normale Ausbildung im traditionellen Sinn.

Aus lebendigen Farben gebildet, waren die Werke des Ungarn, hauptsächlich Landschaften, Akte, Porträts und Stillleben, von Cézanne, Matisse und Picasso beeinflusst. 1919 verließ er über Russland seine Heimat und verbrachte einige Zeit in Wien und Berlin, bevor er sich in Paris niederließ. Die zeitgenössischen Schriftsteller, Künstler und Politiker die er in der Immigration kennen lernte, waren Objekt einer grafischen Serie, einer brillanten Porträtsammlung. Nach und nach löste sich seine Malerei immer mehr von den Prinzipien des Realismus und seine Bilder hoben nun verstärkt die Struktur und Distorsionen hervor und die Farbpalette wandelte sich mehr ins expressionistische.
1933 fand man sich zu einer Gruppe der Abstrakten in Paris zusammen und er schuf reife Arbeiten in diesem Stil, sein früher Tot im Juni 1938 setzte seiner Entfaltung ein jähes Ende. Dank seiner Fotografen-Freunde Brassaï und André Kertész sowie dem Maler Jacques de la Frégonniere überlebte die Mehrzahl seiner Bilder und wurde 1970 zurück nach Ungarn gebracht.
Die letzte Ausstellung in der die Werke von Tihanyi zu sehen waren, fand 1973 in der ungarischen Nationalgalerie statt. Diese neue Ausstellung zeigt ausgewählte Arbeiten des Museum, wie auch aus privaten ausländischen und ungarischen Sammlungen. Sie versprach eine Wiederentdeckung einer der besten Maler Ungarns zu werden.
Tihanyi war ungarischer Maler und Lithograf, der international Aufstieg als er außerhalb seines Landes arbeitete. Er war Teil der tonangebenden avantgardistischen Gruppe die „The Eight“ hieß und 1909 in Budapest gegründet wurde. Nach dem Zusammenbruch der Demokratische Republik Ungarn 1919 verließ er das Land. Er stand mit vielen ungarischen Schriftstellern und Künstlern in Berlin in Kontakt wie Gyorgy Bölöni und später mit den Fotografen George Brassai. 1924 zog er nach Paris wo er blieb und Teil des ungarischen Künstlerkreises wurde. Seine Werke befinden sich in der Nationalgalerie Ungarn und im Brooklyn Museum of Art sowie in anderen Institutionen.
Lajos Tihanyi wurde 1885 in Budapst geboren. Er studierte Zeichnen an der Kunsthochschule für Industriedesign, denn Ungarn hatte keine Kunsthochschule. Er begann in Budapest zu arbeiten, wo er half postimpressionistische Konzepte sowie kubistische und expressionistische Techniken in den Kunstzirkel einzubringen. Mit 24 Jahren wurde er Mitgleid von The Eight, die er zusammen mit Róbert Berény, Dezső Czigány, Béla Czóbel, Károly Kernstok, Ödön Márffy, Dezső Orbán und Bertalan Pór bildete. Auch die Bildhauer Márk Vedres und Vilmos Fémes Beck waren assoziiert.
Er malte viele Proträts seiner Freunde, wie das von Bölöni (1912) oder Jacques de la Fregonnière (1928). Er wurde zu einem international renommierten Künstler mit einem großen Teil seiner Arbeiten in Museen außerhalb Ungarns. Die offizielle Webseite ist: http://kogart.hu/kogart/en/nextexhibition_content.jsp?id=75
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The Eight. Museum für Bildende Kunst in Budapest
Das Museum für Bildende Kunst in Budapest präsentiert bis zum 12. September die Ausstellung „The Eight“, die das Werk der „Gruppe der Acht“ zeigt, deren Arbeiten das Beste der ungarischen Kunst zeigt, die von der modernen Bewegung Frankreichs inspiriert wurde.

Die Geschichte dieser acht Maler beginnt im Jahr 1909 als sie ihre erste gemeinsame Ausstellung in Budapest eröffnen und das Publikum das erste Mal mit dem Kubismus und dem Expressionismus in Verbindung tritt.
Die „Gruppe der Acht“ bestand aus: Róbert Berény, Béla Czóbel, Ödön Márffy, Dezső Orbán, Bertalan Pór, Dezső Czigány, Lajos Tihanyi und Károly Kernstok. Sie wurden alle von Henry Matisse und Paul Cezanne inspiriert, die als die Väter des Fauvismus gelten, mit ihrer Farbkomposition, die auf der Farblehre basierte, die das Spektrum in Primär-, Sekundär und Komplementärfarben aufteilte.
Die Aufruhr, die die „Gruppe der Acht“ verursachte war für die avantgardistische Entwicklung Ungarns ausschlaggebend. In ihren Ausstellung versammelten sie Denker und Künstler verschiedener Disziplinen und Tendenzen, unter denen die Komponisten Béla Bartók und Zoltán Kodály, der Dichter Endre Ady und der Philosoph György Lukács hervortraten.
Róbert Berény wurde für sein Porträt von Béla Bartok berühmt, das er 1913 fertig stellte. Wie alle anderen Mitglieder der „Gruppe der Acht“ experimentierte er in verschiedenen Feldern wie der Musik und der Literatur. Nach dem Untergang der Republik 1919 wanderte er wie so viele andere ungarische Intellektuelle und Künstler nach Berlin aus. 1926 kehrte er nach Ungarn zurück und erhielt den Szinnyei Preis im Jahr 1936. Während des 2. Weltkrieges wurde sein Atelier zerstört.
Béla Czóbel, ebenfalls Mitglied der Gruppe, wurde Mitglied der exklusiven Schule von Paris, eine Schule der die wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts angehörten.
Dezso Czigány studierte Malerei in Paris und spezialisierte sich auf Porträts und Stillleben. Nach dem grausamen Mord an seiner Familie beging er Selbstmord, weshalb es noch bis heute schwierig ist seine Werke zu finden.
Lajos Tihanyi war Maler, Zeichner und Lithograf, der nie studieren konnte, da er taubstumm war. Er war Kubist, obwohl er im Verlauf seiner Karriere auch andere Stile ausprobierte.
Für mehr Information: http://www.szepmuveszeti.hu/web/guest/articleview?mi_layout_id=29.30&mi_article_id=877
Nancy Guzman
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Übersetzt: Heloise Battista
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