Franz Liszt in Budapest

Das Museum „Palace of Arts” in Budapest präsentiert noch bis zum 31. Dezember die Ausstellung „The Many Faces of Liszt” und reiht sich damit in die Feierlichkeiten anlässlich des 200jährigen Geburtstages des ungarischen Musikers Franz Liszt ein. Die Exposition beschreibt das Leben und die Reisen Liszts anhand von Fotografien und einer interaktiven Landkarte, die von der Moholy-Nagy-Universität für Kunsthandwerk entworfen wurde. Die Fotografien sowie weiteres Archivmaterial wurden vom Nationalarchiv zur Verfügung gestellt.

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Franz Liszt wurde am 22. Oktober 1811 in Raiding geboren, damaliges ungarisches Kronland des Kaisertums Österreich. Er nahm zunächst bei seinem Vater Pianounterricht und führte dies später als Schüler von Karl Czerny in Wien fort, wo er auch bei dem Italiener Antonio Salieri Komposition studierte. Im Jahre 1823 zog er mit seiner Familie nach Paris und begann seine Karriere als Musiker und Konzertpianist. Während seiner Zeit in Paris nahm er weiterhin Unterricht in Komposition bei Ferdinando Paer, der seinerzeit sehr berühmt für seine italienischen Opern war, sowie bei dem Theoretiker und Komponisten Antonín Reicha.

Seine Virtuosität in der Musik, vor allem aber auf dem Piano, machten Liszt zu einem der bedeutendsten Konzertspieler Europas des 19. Jahrhunderts. Sein Talent auf dem Piano und die Qualität seiner Interpretationen sollten ihn neue und fortschrittlichere Klänge erschaffen lassen, wodurch er schlussendlich einen Wandel in der klassischen Musik und ihrer Interpretation herbeiführte.

In seiner Eigenschaft als Komponist galt er als der Herausragendste der so genannten Neudeutschen Schule und komponierte eine Vielzahl an Stücken wie zum Beispiel Rhapsodien und Konzerte für das Piano. Seine Kompositionen sollten die Musik des 20. Jahrhunderts nachhaltig beeinflussen.

Aber Liszt war nicht nur Pianist, Komponist und Dirigent, er unterrichtete ebenfalls mehr als vierhundert Schüler. Er komponierte insgesamt nahezu 350 Werke, schrieb acht Textwerke selbst oder wirkte bei ihrer Erstellung mit, ganz zu schweigen von seiner Korrespondenz mit Musikern und Künstlern seiner Epoche. Er erstellte etwa 200 Paraphrasen und Transkriptionen anderer Pianokomponisten.

Liszt galt als einer der innovativsten Musiker des 19. Jahrhunderts, was er durch die Kreation komplexer nuancierter Akkorde bewies, welche die Kritiker seiner Zeit aufgrund des Bruches mit den musikalischen Traditionen sehr überraschten. Zu diesem Zweck widmete er sich mit seiner Technik der thematischen Variationen der Erforschung neuer musikalischer Wege. So zum Beispiel in der Klaviersonate in h-Moll aus dem Jahre 1853, in der man die Wandlung der einfachen Noten zu Beginn hin zur kraftvollen Klangstärke des Werkes beobachten kann. Diese Technik sollte sich auf sehr radikale Art und Weise auf die Arbeiten von Wagner und Strauss auswirken. Seine Pianokompositionen verlangten nach einer diffizilen Technik, welche diesem Instrument eine völlig neue Klangvielfalt verlieh.

All diese Eigenschaften seiner Werke machten Liszt zu einem der begehrtesten Musikvirtuosen jener Epoche, worauf sich auch die Ausstellung stützt, welche sich in die Ehrungen eines der wichtigsten Männer in der Geschichte Ungarns einreiht.

Für mehr Informationen http://mupa.hu/en/program/the-many-faces-of-liszt-photo-exhibition-2011-10-08_10-00-elocsarnok

 

Nancy Guzman Only-apartments AuthorNancy Guzman

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Jule Only-apartments TranslatorÜbersetzt: Jule
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