Bónusz – das Electronic Music Festival in Budapest
Die Wirkung von elektronischer Musik lässt sich wohl kaum mit der anderer Musikstils vergleichen. Wenn sich auch alles um sich wiederholende Rhythmen und Lieder dreht, um konstante Mischungen von Takten, Gesang und Interpretationen, so bringt das Eintauchen in die elektronischen Musik doch einen sehr viel intensiveren Rausch der Sinne mit sich als vielleicht jedes andere Genre. Abgesehen vom ständigen Drogenkonsum auf Festivals, Raves oder Underground Partys hat die Musik an sich einen sehr viel stärkeren Einfluss, belebt die Phantasie, das Verlangen und den Körper auf Partys, die in manchen Momenten geradezu rituell anheimeln, sozusagen moderne technologische Rituale. Das Interesse an den ersten Formen der elektronischen Musik ging von der Untersuchung elektrischer Systeme in stromerzeugenden Apparaten von vor mehr als 50 Jahren aus. Mit dem Eintritt der Elektronik in unser tagtägliches Leben als eine Ware mit einer Vielzahl von Varianten und Möglichkeiten des Konsums ging auch der Fortschritt der Technologien einher und es entstanden neue Möglichkeiten, Effekte per Computer zu kreieren.

Hierbei spielte wohl auch der Verfechter der psychedelischen Drogen, Timothy Leary, eine wichtige Rolle, der in seinen Vorträgen über LSD und seine Auswirkungen auf den Körper, der an sich schon eine elektronische Maschinerie darstellt, behauptete, dass der Konsum von Drogen die Grenzen unseres Geistes und auch unseres Körper erweitern würde, indem die elektrischen Impulse, die wir in uns tragen, auf neue Ebenen der Phantasie und der Realität gehoben würden, entgegen einer Weiterentwicklung, die durch die Stimulierungen des LSD gesteuert wird. Die Inspiration, die Leary auf die deutsche Musikgemeinde und Urheber des so genannten Krautrock – und die Elektro-Paten Kraftwerk – ausüben sollte, war grundlegend für das Verständnis der mentalen und sensorischen Erweiterung durch elektronische Effekte und Apparate: den Synthesizern.
Den Werdegang von Kraftwerk hier zu resümieren ist sicherlich nicht nötig, allerdings sollte daran erinnert werden, dass die Effekte der elektronischen Klänge sich ebenfalls mit den verschiedenen Werkzeugen und Apparaten verändert haben, die in der heutigen Generation der elektronischen Musik und ihrer Reproduktion verwendet werden. Von diesem Gesichtspunkt aus sind die Elektro-Festivals eine Art Pilgerevents einer Subkultur, die ohne es zu wissen schon so sehr in das System integriert ist, dass man ihr nur noch sehr wenig anzubieten hätte, ohne dass sie es als Gefälle hin zum „Mainstream“ verstehen würde. Wie wir wissen, ist die Institution der „Festivals“ überall präsent und trägt unter anderem dazu bei, die musikalische Aktualität sowie die daraus entstehenden Massen und Reaktionen besser zu verstehen. Wir sind heutzutage so eng mit Computern verbunden, dass es völlig abwegig erscheint, auch nur daran zu denken, sich von der elektronischen Musik und ihrer Möglichkeiten abzuwenden. Wir kommen der Zukunft Schritt für Schritt näher, die wie in dem Film Blade Runner die Entfaltung der Vorlieben für die Elektronik und künstliches Leben impliziert. Vielleicht ist ja die Musik der Weg, der uns in eine Zukunft führt, die bereits begonnen hat, auch gegen unseren Willen, von unseren eigenen Sinnen ausgehend. Kommen Sie nach Budapest und erleben Sie elektronische Musik auf dem besten Festival seiner Art in diesem Jahr. Für mehr Informationen besuchen Sie folgende Website: http://www.bonuszfesztival.hu/2011/
Alexa Ray
Mieten Sie appartments in Budapest und werden Sie Teil eines Festivals mit dem Besten, was die elektronische Musik momentan zu bieten hat.
Übersetzt: Jule
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Die Cicciolina: von Budapest nach Rom
Es gibt ein vor und nach Cicciolina. Sowohl in der Pornografie wie auch in der italienischen Politik. Aber um anzufangen sollte man sich fragen, welcher kosmisch und genetisch besonderer Moment es ausmacht, dass in Ungarn einige der schönsten Frauen des Planeten geboren werden. Und das ist kein Scherz. Die ungarischen Frauen haben eine sehr besondere Anmut und Schönheit, die sie vielleicht zu den herausragenden Frauen auf dem ganzen Planeten gemacht hat und so kommt es außerdem, dass auch einige der attraktivsten Pornodarstellerinnen aus diesem Land kommen. Aber man muss ein wenig in der Zeit zurück gehen: die Geschichte der Pornographie in Ungarn beginnt in der Zeit nach dem Fall der Mauer im Jahre 1989. Bis dahin war sowohl die Produktion wie auch den Vertrieb von Pornografie in Ungarn durch den Kommunismus verboten und später wurden diese Gesetze mit der Ankunft der „Demokratie“ geändert. Auf diese Weise kamen Gesetze, die dieser Industrie viel gewährten und das Land schnell zur Speerspitze der Industrie wurde. Ausländische Regisseure nutzen, neben den geringen Produktionskosten, die Umstände und die große Anzahl an attraktiven Darstellerinnen aus.

Trotzdem beginnt die Geschichte von Cicciolina viel früher, schon vor dem Fall der Mauer. Und auch wenn man diese bekannten Darstellerin sowohl mit der italienischen Kultur als auch mit dessen Regierung in Verbindung setzt, sollte man hervorheben dass sie aus Budapest kommt. In den 60´ern war sie Model in Ungarn, aber erst zu Beginn der 70´er begann ihre Karriere in Italien, als sie die Staatsbürgerschaft erhielt. In den 80´ern dreht sie ihren ersten Hardcore-Film und wurde noch berühmter. Ihr Schritt in Richtung Politik kam danach. Im Jahre 1987 wurde sie mit mehr als zwanzigtausend Stimmen in das italienische Parlament gewählt. Sie wollte gegen die nukleare Bedrohung und den Hunger in der Welt kämpfen. Unter den denkwürdigen Momenten ihres Weges ins Parlament ist jener, in dem sie während des Golfkrieges anbot Sex mit Saddam Hussein zu haben, damit dieser Gefangene frei lasse. Nachdem sie 1991 nicht wieder gewählt wurde war sie eine der Gründerinnen des Partito dell´Amore, gemeinsam mit einer weiteren Pornodarstellerin, Moana Pozzi. Es folgten weitere politische Misserfolge, und ein weiterer Anruf ihrerseits an Osama Bin Laden, miteinander Sex zu haben um die Gewalt im mittleren Osten zu stoppen.
Ilona Staller, die Cicciolina, ist ohne Zweifel eine wichtige Erscheinung der letzten Jahre der europäischen Politik. Neben ihrer Karriere oder den Resultaten ihrer Vertretung im Parlament, ist sie definitiv ein Beispiel für den Verfall der Parameter des Regierungssystems, das durch Parteien blockiert wird, die ausschließlich auf Macht aus sind und darauf, das Volk zu manipulieren und sich dabei ihre Taschen zu füllen. Das Auftauchen der Cicciolina in der Politik hat außerdem eine starke performative und künstlerische Aufladung, in dem Maße, dass sie in ihrer Aktion als Pornodarstellerin den wahren „Crossover“ vom „Underground“ zur öffentlichen internationalen Plattform macht. Dies bedeutete ohne Zweifel einen großen Schritt für das internationale Publikum, die Augen zu öffnen vor den wahren Dimensionen des Pornografie-Marktes und seine tiefe Integrierung in die aktuelle Kultur. Ohne Zweifel hat die Pornografie die aufschlußreiche Macht – und dies vielleicht in ihrer Rohheit – den Sexualakt als Produktionsmedium von Kapital zu zeigen und darin besitzt sie eine hohe Sprengkraft für moralische, politische und religiöse Konfigurationen, die in verschiedenen Kulturen hinter dem Sexualakt stehen, ihn zu rechtfertigen suchen oder einen höheren Sinn geben wollen. Die Cicciolina ist so wie viele andere Pornodarstellerinnen, der Impuls des weiblichen Geschlechts sich auf die gleiche Weise anzusiedeln in einer Industrie, Politik und Religion, die organisiert und kontrolliert wird durch Männer, um Macht und Kontrolle zu generieren.
Alexa Ray
Es gibt nichts Besseres als appartments in Budapest zu mieten und diese wunderschöne Stadt zu entdecken, die außerdem Wiege für eine der besten heutigen Pornodarstellerinnen war.
Übersetzt: Grete Tal
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